Installationen / Reisswolf / Text
 
Die aufgetürmten und zueinander verdrehten Monitore repräsentierten 4 Kamerastandpunkte, von denen auf einer Vertikalen in unterschiedlicher Höhe Rundumschwenks von gleicher Dauer im Raum gemacht wurden. Die Geräte präsentierten jedoch nicht die kompletten synchronen Umläufe, sondern zeigten gleichsam aus dem Schwarzbild anspringend, zwischen den Geräuschen einer auf- und zuschnippenden Schere Ausschnitte der Kamerafahrt über die Rauhfaser. Diese auf der Mattscheibe sichtbaren konservierten Relikte der Tapete wurden an den Wänden säuberlich herausgetrennt und gestalteten dadurch den Raum mit 4 friesartigen Streifen, deren Felder durch die perspektivische Verzerrung geprägt waren.
Die Raumgestaltung war einer rhythmisch strukturierten Notation vergleichbar, die in der Bildmaschine ihre akustische und visuelle Entsprechung fand.